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Reflecting-Team zu "Gewalt in Familien"

Ausgehend von der Fortbildung „Konfliktkompetenz für die berufliche

Praxis“ beschäftigen wir uns diesmal mit dem Thema Gewalt.

 

Partnerschaftliche Gewalt, Sexualisierte Gewalt in (erweiterten)

Familien, Gewalt in der Erziehung, Gewalt unter Geschwistern … es gibt

viele Formen von eskalierten Konflikten, mit denen wir in der

Sozialarbeit konfrontiert sind. Ist man mit so einem schwierigen Thema

ganz alleine, neigt man eher zum beschwichtigendem Darüber-hinweg-sehen,

oder zu rigiden und oftmals überschießenden Panik-Reaktionen. Die

angestrebte kommunikative Klarheit tritt, durch persönliche Nähe und das

durch die Beratungsbeziehung entstehende „verwickelt sein“, leicht in

den Hintergrund.

 

Darum kommt dem Team in diesen heiklen Fällen eine besondere Bedeutung

zu. Wer in einer beruflichen Rolle mit Gewalt konfrontiert ist, braucht

Zuspruch und emotionalen Halt, Informationen und vernünftige Klarheit

der Gedanken, Ideen für alternative Deutungen, Ideen für (vorsichtige,

mutige, entschlossene, …) Interventionen und eine Fremdeinschätzung der

eigenen Denkweise und Handlungen.

 

Mit Distanz zum Hilfesettings, können Teammitglieder aus einer anderen

Perspektive beobachten und sprechen und so oft ganz andere Aspekte sehen

und benennen. Das wiederum kann von der fallführenden Person aufgegriffen

und in die weitere Arbeit eingeflochten werden, wenn, wie Gregory

Bateson sagt: es einen Unterschied macht, der einen Unterschied macht.

 

Der Norweger Tom Andersen hat mit seinen Teams in den 80er Jahren eine

Methode entwickelt, mit der diese Aspekte in den Dialog geholt und dem

Beratungssystem zugänglich gemacht werden können.

 

Speziell mit Beispielen aus dem Themenkreis „Gewalt in Familien“ werden

wir das „Reflecting Team“ kennen lernen und in ersten Übungen

ausprobieren. Auf dieser Grundlage kann das Team zwischen den beiden

Fortbildungseinheiten experimentieren.

Bei der, im Juni/Juli folgenden zweistündigen, Reflexionseinheit können

offene Fragen geklärt, die Methode verfeinert und durch weitere Übungen

vertieft werden.

Im besten Fall bereichert das Reflecting-Team die kollegiale Beratung,

auch über die Fortbildung hinaus.

 

Für dieses Format ist aktives Mitgestalten vorgesehen. Wir erarbeiten

uns die Struktur der kollegialen Beratung, üben

angemessen-ungewöhnliches Fragen und arbeiten mit wertschätzenden

Reflexionen. Eine spezielle Vorbereitung ist nicht notwendig, wir setzen

da an, wo Neugier entsteht und achten auf einen Gruppenprozess der

kooperierendes Forschen und Lernen begünstigt.

 

Diese Fortbildung richtet sich an Mitarbeitende der Offenen Hilfen.

 

Termine

# Termin Ort / Raum
1
Mittwoch 20.05.2026 14:00 - 17:00 Uhr
2
Donnerstag 25.06.2026 14:00 - 16:00 Uhr